Reisinger Markus

Dienstag, 11.09.2018, 11.45 – 11.50
Dynamische Lichtszenen mit komponierten Spektren


Als dynamisch werden Lichtsettings bezeichnet, die sich im Zeitablauf in Bezug auf einen oder mehrere Parameter verändern. Multi-chip LEDs (z.B. 6 in 1) wie sie in Theateranwendungen zum Einsatz kommen bilden typischerweise überbestimmte Systeme. Mit diesen lassen sich Kombinationen von Spektren erzeugen, welche den selben Farbort aufweisen, aber sich bezüglich ihrer Wirkung auf biologische Rhythmen, der Farbwiedergabe, der Farbdynamik oder der Effizienz sehr deutlich unterscheiden. Diese gestalteten Spektren eröffnen Designer vielfältige Optimierungsstrategien. Das Referat fokussiert sich auf jene Effekte, die sich mit den heute vorhandenen Lichtquellen realisieren lassen und auf Hilfsmittel zur Kommunikation von anwendungsspezifischen Lichtspektren und deren Dynamikeigenschaften.

 

Markus Reisinger
reisinger studios / bwki


Markus Reisinger gestaltete nach seinem Architekturstudium als Szenograph und Planer verschiedenste Lichterfahrungsräume. Neben der Betreuung von internationalen Projekten gehörten Forschungsaktivitäten, die dem sinnlichen, emotionalen Erleben galten zu seinen vornehmlichen Aufgaben. Nach Tätigkeiten an der TU Delft und der Hochschule Luzern widmet er sich heute der Beleuchtungsplanung für Theater.