Völker Stephan

Mittwoch, 12.09.2018, 09.00 – 09.20
Wie adaptive Beleuchtung den Einfluss von Blendquellen minimiert


Im nächtlichen Straßenverkehr werden Lichtquellen schnell zu Blendquellen. Ob entgegenkommende Kfz-Scheinwerfer, schlecht entblendete Straßenleuchten, Schaufensterbeleuchtung, Werbetafeln, Tankstellenbeleuchtung, Bremsleuchten, Lichtsignalanlagen, Reflexe über die nasse Straße – jede dieser Blendquellen führt zu einer Verringerung der Sehleistung. Durch ein entsprechend hohes Beleuchtungsniveau kann eine entsprechende Reduzierung der Sehleistung wirksam begegnet werden. Da die Blendquellen nicht an jedem Ort und zu jeder Zeit die gleiche Wirkung aufweisen müssen, sollte die Beleuchtung adaptiv auf Blendquellen reagieren können. Der Vortrag wird zeigen, dass entsprechende Konzepte bereits heute technisch machbar, ökologisch sinnvoll und verkehrspolitisch wünschenswert sind.

 

Prof. Dr.-Ing. Stephan Völker
Technische Universität Berlin


Prof. Dr.-Ing. Stephan Völker ist seit 2008 Leiter des Fachgebietes Lichttechnik der Technischen Universität Berlin.

Er studierte Elektrotechnik an der TU Ilmenau. Nach seinem Studium arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät Elektrotechnik und Informatik sowie an der Fakultät Maschinenbau. Außerdem war er Stipendiat der Konrad-Adenauer- Stiftung. Seine Dissertation am Fachgebiet Lichttechnik innerhalb des AIF-Forschungsvorhabens „Nutzen einer besseren Beleuchtung“ konnte er 1999 abschließen.

Anschließend wechselte er zur Firma Hella, wo er sich mit Grundlagen zu lichttechnischen und psychometrischen Kennzahlen von KFZ-Scheinwerfern beschäftigte. 2002 ging er zurück an die Hochschule, zunächst als Forschungsdozent mit Leitung einer eigenen Forschungsgruppe an die Universität Paderborn und als Gastdozent an das University College of London.

Prof. Völker arbeitet in diversen nationalen und internationalen Gremien mit, u.a. bei der CIE, der Lichttechnischen Gesellschaft und dem Fachnormenausschuss Lichttechnik der DIN.